Kostenstelle Dorfgemeinschaftshäuser (Reiner Franz, Huppert)

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    • Kostenstelle Dorfgemeinschaftshäuser (Reiner Franz, Huppert)

      Befürworten Sie diesen Vorschlag? 9
      1.  
        Nein (5) 56%
      2.  
        Ja (3) 33%
      3.  
        Enthaltung (1) 11%
      Das System Dorfgemeinschaftshäuser, ist zweifellos eine sehr soziale Einrichtung. Sie ist aber auch gleichzeitig ein "Faß ohne Boden", da für eine Überkapazität
      enorme Kosten auflaufen, die in der Zukunft wohl kaum zu stemmen sind. Gewiss, Bürger legen Hand an, wie in hervorragender Weise an der Limeshalle in Huppert
      zu sehen ist. Die Limeshalle in Huppert ist aber auch, durch die Limesstube, ein Beispiel, wie mit überschaubaren Mittel ein gewinnträchtiges Objekt geschaffen werden
      kann.



      Wir haben auf engem Raum 3 große Dorfgemeinschaftshäuser. Was uns in Huppert fehlt ist eine Gaststätte, die so groß ist, daß Familienfeiern stattfinden können. Dazu
      müsste lediglich ein Teil der Halle in die Limesstube eingefügt werden. Die restliche Halle wäre als Nebenzimmer für Vereinstätigkeiten und größere Versammlungen immer
      noch mehr als ausreichend.
      Wenn die größere Gaststätte, mit 50-60 Sitzplätzen und entsprechender Kücheneinrichtung, professionell betrieben wird, entweder durch Familie Seidl oder einem potentem
      Gastronom, dann sollte die Limesstube, entweder verpachtet oder verkauft, auch Gewinne erwirtschaften. Die unteren Räume, die ohnedies von außen zugänglich sein
      werden, bleiben unberührt und können, wie gewohnt, genutzt werden.

      Die Zukunft von Heidenrod und besonders von Huppert liegt im Fremdenverkehr. Wir haben beste Voraussetzungen, durch das Welterbe LIMES sowie die Nähe zum Mittel-
      rhein. Was uns auszeichnet ist das gesunde Klima durch die mittlere Höhenlage.
    • Verwaltungskommentar

      Der Zuschussbedarf für die Dorfgemeinschaftshäuser war schon im Zusammenhang mit den Auflagen und Bedingungen des Hessischen Ministerium des Innern und für Sport im Zusammenhang mit einer Zuweisung aus dem Landesausgleichsstock das am kontroversesten diskutierte Thema. Vereine haben sich zusammengeschlossen und sogar im Ministerium vorgesprochen. Es gibt zumindest einen Teil der Bevölkerung der den Erhalt in der jetzigen Form uneingeschränkt befürwortet. Die Lösung wird dann eher bei Kostenreduzierungen (Betriebs- und Unterhaltungskosten) und der Verbesserung der Einnahmen gesehen. Dabei werden aber Benutzungsentgelte für die sog. Dauernutzer für Übungsstunden u. ä. abgelehnt. Aus Sicht der Verwaltung kann damit der Zuschussbedarf aber nicht nennenswert reduziert werden.Es ist fraglich ob nach dem Gaststättensterben der letzten Jahre (Jahrzehnte) neue Gaststätten in Dorfgemeinschaftshäusern etabliert werden können. Speziell in Huppert hat der Wirt die Gelegenheit den Saal bei Bedarf für die Gaststätte zu nutzen. Leider ist der Bedarf nicht so groß wie man dem Vorschlag entnehmen könnte.
      Die getrennte Nutzung von Unter- und Erdgeschoss ist leider nicht so einfach möglich, da sie nicht abtrennbar sind und sich im Erdgeschoss keine Toiletten befinden. Wasser- und Stromversorgung lassen sich ebenfalls nicht ohne weiteres trennen. Jeglicher Nutzungsänderung in dieser Richtung müssten erhebliche Umbaumaßnahmen vorausgehen. Ob sich diese Kosten refinanzieren lassen ist aus unserer Sicht sehr fraglich.

      Ein interessanter Aspekt ist die aufgeworfene Frage ob die Gemeinde auf so engen Raum drei große Dorfgemeinschaftshäuser benötigt. Hier muss man feststellen, dass man nach 40 Jahren Heidenrod sich offensichtlich immer noch in erster Linie als Huppeter, Laufenseldener usw. fühlt. Die Bereitschaft Infrastruktureinrichtungen in anderen Ortsteilen zu benutzen und dafür auf die Einrichtung im eigenen Ortsteil zu verzichten ist nach unserer Wahrnehmung nicht sehr groß.

      Wenn in dem Bereich der Dorfgemeinschaftshäuser der Zuschussbedarf nennenswert reduziert werden soll ist das nur über die großen Häuser mit drastischen Maßnahmen wie Verkauf oder Schließung möglich. Dass das nicht gewollt ist hat die Diskussion um die Anfangs erwähnten Auflagen und Bedingungen des Ministeriums sehr deutlich gezeigt.